Politik : Landwirtschaft: Von der Holland-Tomate lernen

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Von Geschäften mit der Agrarwirtschaft verstehen die Niederländer etwas. Seit Mitte der neunziger Jahre vermatscht ihnen jedoch die Wassertomate das Geschäft mit dem wichtigsten Abnehmer: Deutschland. Der niederländische Agrarminister Brinkhorst war deswegen ganz begeistert, als seine Kollegin Renate Künast einem gemeinsamen Projekt zustimmte. Durch eine Diskussion im Internet unter dem programmatischen Titel "Future of Food" wollten sie von deutschen und niederländischen Verbrauchern, Bauern, Nahrungsproduzenten und Händlern wissen, wie sie sich die zukünftige Nahrungsproduktion vorstellen. Erstaunlicherweise wollten die meisten mehr Bio-Produkte, deutlichere Kennzeichen, einheitliche Gütesiegel, und vor allem, mehr Produkte aus der Region und dem eigenen Land. Brinkhorst hat schon Schlüsse für die Landwirtschaft seines Landes gezogen: Die Zukunft der Niederländer liegt im Premium-Segment - die Masse der billigen Lebensmittel kommt aus dem Ausland.

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