Politik : Langsamer Abschied

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Der eingeschlossene Arafat und seine engsten Berater erkannten am Sonntag offenbar, dass ihre Stunden an der Spitze Palästinas gezählt sein könnten. „Ich hoffe, Gott lässt mich als Märtyrer sterben“, sagte Arafat dem israelisch-arabischen Abgeordneten Ahmet Tibi. Und Arafats Berater Nabil Abu Rudeineh wandte sich mit einer Erklärung an das palästinensische Volk, die einem offiziellen Abschied gleichkam: „Die Führung dankt ihren Freunden in der Welt und ihren arabischen Brüdern für die Unterstützung für die Beendigung der Tyrannei und Aggression, die sich gegen die Symbole der Unabhängigkeit (die Mukataa) richten. Wir glauben an Gott den Erhabenen.“

Auch symbolisch war ein Einschnitt in der Geschichte der Autonomiebehörde erkennbar: Die palästinensische Fahne weht schon seit Samstag nicht mehr über den Ruinen des palästinensischen Regierungsbezirks. Israelische Soldaten hatten dort ihre eigene Fahne gehisst. dpa

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