Politik : Leben ohne Leibwächter

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Er fühle „ Erleichterung “, sagt der Soziologieprofessor Javier Elzo in der Baskenstadt Bilbao. Nun könne er wohl endlich ohne Leibwächter auf die Straße gehen. In der Nacht zum Freitag trat der Waffenstillstand der Eta in Kraft. Wie Elzo lebten etwa 3000 Intellektuelle, Lokalpolitiker, Unternehmer, Richter und Journalisten im Baskenland mit Bodyguards, weil die Eta sie mit dem Tode bedrohte. Aber Zweifel bleiben: Die Waffenruhe sei nur eine „Friedensfalle“, glaubt der Vorsitzende des Terroropfer-Verbandes, Francisco Jose Alcaraz. Der Chef des Friedensforums Ermua, Carlos Martinez Gorriaran, warnt vor überzogenen Erwartungen : Die Eta wolle nicht den Terror aufgeben, sondern nur vorübergehend keine Attentate mehr verüben. „Ich bin skeptisch“, sagt auch der baskische Regisseur Inaki Arteta, der zwei Filme über Eta-Opfer drehte. ze

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