LEBENSLAUF : „Ökumene-Minister“

Walter Kasper

ist – neben Paul Josef Cordes (Kurie), Karl Lehmann (Mainz),

Reinhard Marx (München), Joachim Meisner (Köln) und Rainer Maria Woelki

(Berlin) – einer der sechs deutschen Kardinäle, die an der Wahl des neuen

Papstes teilnehmen dürfen. Kasper, geboren am 5. März 1933 im schwäbischen Heidenheim an der Brenz,

wurde nach seiner Habilitation 1964 bei Hans Küng der jüngste katholische

Theologieprofessor in Deutschland. Zuerst lehrte er Dogmatik in Münster, von

1970 an in Tübingen. Sein bisher letztes Standardwerk, „Katholische

Kirche: Wesen, Wirklichkeit, Sendung“, ist 2011 erschienen. 1989 wurde Kasper Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart; zehn Jahre später berief ihn Papst Johannes Paul II. nach Rom in den „Päpstlichen Rat für die Einheit der Christen“, dessen Leiter er im März 2001 wurde. Kasper war damit bis zu seinem altersbedingten Rücktritt Anfang Juli 2010 neun Jahre lang der „Ökumene-Minister“ der katholischen Kirche; gleichfalls war er zuständig für den Dialog mit dem Judentum. Zum Kardinal ernannt hatte ihn Johannes Paul II. bereits im Februar 2001. pak

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