Lebensmittelpreise : Weltbank will mehr Hilfe für Afrikas Bauern

Weltweit steigen die Lebensmittelpreise dramatisch. Die Weltbank fordert deshalb, Afrikas Kleinbauern künftig besser zu unterstützen. Denn dann - so Weltbank-Chef Zoellick - könnte Afrika seine Produktion deutlich erhöhen.

YokohamaAngesichts der drastisch steigenden Lebensmittelpreise hat die Weltbank zu verstärkter Agrarhilfe für Afrika aufgerufen. Nötig seien zum einen zusätzliche Finanzmittel für humanitäre Hilfe des Welternährungsprogramms (WFP).  Zudem müssten für Kleinbauern in Afrika schnellstens Saat und Düngemittel zur Steigerung ihrer Produktion bereitgestellt werden, forderte Weltbank-Präsident Robert Zoellick am Donnerstag bei einer internationalen Konferenz  im japanischen Yokohama.

Afrika habe ein "großes Potenzial, mehr Lebensmittel zu produzieren, und zwar "nicht nur für sich selbst, sondern für die ganze Welt", sagte Zoellick. Doch dazu sei es notwendig, die Agrarproduktion und Produktivität zu erhöhen. Afrika habe das Potenzial, die Produktion zu "verdoppeln oder zu verdreifachen".

"Schnelles Handeln ist gefordert", sagte auch Josette Sheeran, Exekutivdirektorin des Welternährungsprogramms. Die hohen Lebensmittelpreise seien für Verbraucher in aller Welt schmerzhaft; für diejenigen jedoch, die von weniger als einem Dollar am Tag leben müssten, seien sie "verheerend", sagte Sheeran. (jam/dpa)

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