Politik : Lehmann für Deutschland

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Berlin - Jens Lehmann ist die erste Wahl im Tor der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft. Das gab Bundestrainer Jürgen Klinsmann am Freitag bekannt. Lehmann, Torwart des FC Arsenal in London, verdrängte nach einem langen Zweikampf Oliver Kahn vom FC Bayern München als Nummer 1 und wird deshalb auch beim WM-Eröffnungsspiel am 9. Juni in München gegen Costa Rica im Tor stehen.

Am Freitagmittag teilte Klinsmann in einem Münchner Hotel zunächst Kahn seine Entscheidung mit. „Er hat sie professionell und respektvoll aufgenommen“, sagte der Bundestrainer. Anschließend informierte er Lehmann per Telefon. „Es war die schwierigste und härteste Entscheidung meiner Amtszeit“, sagte Klinsmann. Noch im August habe Kahn einen leichten Vorsprung im Rennen um die Nummer 1 gehabt. Lehmann habe jedoch immer mehr Boden gutgemacht. „Jetzt ist er einen Tick vor Oliver.“ Ob Kahn als zweiter Torwart hinter Lehmann an der WM teilnimmt oder als Nationalspieler zurücktritt, ist offen. „Über meine weitere Zukunft in der deutschen Nationalmannschaft werde ich mir in den kommenden Wochen Gedanken machen und mich zu gegebener Zeit dazu äußern“, ließ er in einer Pressemitteilung erklären. Er sei von Klinsmanns Entscheidung „sehr überrascht und maßlos enttäuscht“.

Ursprünglich wollte sich der Bundestrainer mit der Bekanntgabe der Torwart- entscheidung bis zum Mai Zeit lassen. Das Drängen des FC Bayern auf eine vorzeitige Entscheidung habe ihm jedoch zu denken gegeben, sagte Klinsmann. „Es ist keine Entscheidung, die innerhalb von einer Woche gefallen ist. Wir haben nach dem Länderspiel gegen die USA die vergangenen 22 Monate intensiv analysiert.“ Eine fachliche Begründung für den Ausgang des Torwartduells gab Torwarttrainer Andreas Köpke: „Beide Torhüter haben außergewöhnliche Fähigkeiten. Wir sind jedoch davon überzeugt, dass Jens Lehmann besser zu unserer Spielphilosophie passt.“ Tsp

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