Politik : Leseladen

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Deutschland soll ein Land der Ideen werden – sagt der neue Bundespräsident Horst Köhler. Wir stellen in dieser Serie Menschen vor, die mit ihren Ideen das Land voranbringen können.

Bücher geliebt hat er schon seit er denken kann, mit dem Bücher verkaufen fing er einen Tag nach der Währungsunion an: Mit einem Tapeziertisch und einem ebenso begeisterten Kompagnon. Ein Jahr später, im Sommer 1991, übernahmen Carsten Wist und Siegfried Ressel in Potsdam die AugustBebel-Buchhandlung und verpassten ihr neben einem neuen Namen auch gleich ein neues Konzept: Der „Literaturladen Wist und Ressel“ wurde schnell zu einem Ort für Diskussionen und Lesungen: Toni Morrisson, Paul Auster und Rita Mae Brown waren zu Gast. Bis Siegfried Ressel mit seiner Familie nach Frankreich zog: Im Juni 2001 schloss der „Literaturladen“ seine Pforten. Nach zwei Jahren Pause beschloss Wist, wieder neu anzufangen: „Diesmal aber mit einem maßgeschneiderten Anzug.“

Während viele Buchhändler über die Krise klagen und die eigenen Verkaufsflächen eher verkleinern als vergrößern, öffnete am 17. Oktober 2003 „Wist – Der Literaturladen“ seine Türen für Kundschaft – und ist schon nach wenigen Monaten in den schwarzen Zahlen. Kein Wunder, schließlich ist der „Literaturladen" nicht nur eine Verkaufsstätte für Bücher, sondern ein Ort der Literatur: Carsten Wist bietet ein Literaturdiskussionsforum mit Lesungen für Erwachsene an. Hinzu kommen Lesungen für Kinder und Jugendliche sowie Puppentheateraufführungen an Nachmittagen und Wochenenden.

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