Politik : Leuna-Affäre: Pfahls soll Millionen kassiert haben

In der Leuna-Affäre soll auch der flüchtige Exstaatssekretär Holger Pfahls Millionenbeträge kassiert haben. Die Zeitung "Le Monde" schreibt, der deutsche Elf-Lobbyist Dieter Holzer habe ihm entgegen seinen Aussagen vor der Schweizer Justiz umgerechnet knapp sechs Millionen Mark überwiesen. Der mit internationalem Haftbefehl gesuchte Pfahls ist in Asien untergetaucht. Insgesamt zahlte der damalige französische Staatskonzern Anfang der 90er Jahre umgerechnet 76,3 Millionen Mark Provisionen bei der Übernahme der ostdeutschen Leunawerke und des Minol-Tankstellennetzes. Seit längerem wird spekuliert, ob ein Teil davon in die Kassen der CDU geflossen ist, was Holzer und der frühere CDU-Vorsitzende Kohl bestreiten.

Der ehemalige CDU-Hauptabteilungsleiter Hans Terlinden muss wegen seines Schweigens vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestags zur CDU-Finanzaffäre keine Beugehaft mehr befürchten. Das Berliner Landgericht entschied am Dienstag in zweiter Instanz, dass gegen Terlinden keine Beugehaft angeordnet werden dürfe.

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