• Leyen fordert qualifizierte Zuwanderung Ministerin: 2025 fehlen fünf Millionen Fachkräfte

Politik : Leyen fordert qualifizierte Zuwanderung Ministerin: 2025 fehlen fünf Millionen Fachkräfte

Berlin - In Deutschland werden nach den Worten von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ohne qualifizierte Zuwanderung in 15 Jahren fünf Millionen Arbeitskräfte fehlen. Sie werde daher den Zuzug gut ausgebildeter Fachkräfte weiter fördern, sagte sie am Wochenende. Leyen sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Als zuständige Arbeitsministerin werde ich nicht tatenlos zusehen, wenn in einzelnen Berufen der Mangel an Fachkräften so groß wird, dass weitere Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen.“ Es sei nicht möglich, die Lücke nur mit Anstrengungen im Inland zu schließen.

Es gehe darum, Arbeitslose in Jobs zu bringen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Arbeitsmöglichkeiten für Ältere zu verbessern, sagte Leyen. „Trotzdem werden wir auf qualifizierte Zuwanderung nicht verzichten können, ob wir wollen oder nicht“, betonte die Ministerin. Am Donnerstag hatte der Koalitionsausschuss nach Widerstand aus der Unionsfraktion und der CSU das Thema Zuwanderung auf Mai vertagt.

Nach Angaben Leyens erstellt ihr Ministerium mit der Bundesagentur für Arbeit einen Job-Monitor, der zuverlässig voraussagen könne, in welcher Branche und welcher Region absehbar Fachkräfte knapp würden. Außerdem erarbeite ihr Haus eine Positivliste mit Berufen, in denen der Mangel heute schon eklatant und definitiv nicht mehr mit inländischen Kräften zu bewältigen ist. Das gelte zum Beispiel für Ärzte, aber auch für Elektro-, Maschinen- und Fahrzeugbauingenieure.

Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe, Hans-Peter Friedrich, kritisierte am Samstag in Berlin, Leyen blende aus, „dass der europäische Arbeitsmarkt mittlerweile mehrere Hundert Millionen Arbeitskräfte umfasst – von Sevilla bis Stockholm“. Ab Mai 2011 kämen noch einmal 30 Millionen Osteuropäer dazu. „Es wäre wichtig und schön, wenn das Arbeitsministerium diesen europäischen Aspekt des Arbeitsmarktes berücksichtigen würde“, sagte Friedrich. AFP

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