Politik : LIBANON

Foto: REUTERS

Jahrzehntelang herrschte Syrien im Libanon als unumschränkte Vormacht. Bis 2005 waren zehntausende syrische Soldaten in dem kleinen Mittelmeerstaat stationiert. Viele Libanesen empfanden die Truppen als Besatzer, erst nach dem Mord an Rafik Hariri erzwangen eine breite Volksbewegung und internationaler Druck ihren Abzug. Im August 2008 vereinbarte Libanons Präsident Michel Suleiman bei seinem „historischen Besuch“ in Damaskus zum ersten Mal in der Geschichte beider Länder den Austausch von Botschaftern und damit die gegenseitige Anerkennung als souveräne Staaten. Trotzdem geht in Beirut weiterhin nichts gegen den Willen von Damaskus, auch weil die verbündete Hisbollah zunehmend das politische Geschehen dominiert. Diese Woche bekam das Land die erste von den radikalen Schiiten dominierte Regierung in seiner Geschichte.

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