Politik : Libyen: Schweizer Max Göldi vor Heimkehr

Tripolis - Der seit zwei Jahren in Libyen festgehaltene Schweizer Max Göldi sollte am Sonntag in seine Heimat zurückkehren. Das erklärte die Schweizer Außenministerin Micheline Calmy-Rey nach Gesprächen in Tripolis. Göldi stand im Mittelpunkt eines diplomatischen Konflikts beider Länder. Der Projektleiter des Schweizer Industriekonzerns ABB in Libyen war im Februar zu vier Monaten Haft wegen Verletzung der Einreisebestimmungen verurteilt worden. Hintergrund des Disputs war auch, dass ein Sohn von Staatschef Muammar Gaddafi 2008 in Genf wegen der Misshandlung von Hausangestellten vorübergehend festgenommen worden war. Am Sonntag entschuldigte sich Calmy-Rey für die Veröffentlichung von Fotos des Sohnes, Hannibal Gaddafi. Der spanische Außenminister Miguel Angel Moratinos und Calmy-Rey wollten Göldi noch am Sonntag aus Libyen begleiten. rtr/dpa

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