Libyen : Video zeigt Blitz-Festnahme eines Qaida-Topterroristen

Abu Anas al-Libi war einer der meistgesuchten Al-Qaida-Terroristen, im Oktober wurde er festgenommen. Jetzt veröffentlicht die "Washington Post" ein Video, das die Kommandoaktion in Libyens Hauptstadt Tripolis zeigen soll.

Videobilder, die die "Washington Post" veröffentlich hat, sollen die Festnahme des Terroristen al-Libi zeigen.
Videobilder, die die "Washington Post" veröffentlich hat, sollen die Festnahme des Terroristen al-Libi zeigen.Screenshot: Youtube

Die „Washington Post“ hat auf ihrer Internetseite am Montag ein Video veröffentlicht, das die Festnahme des mutmaßlichen libyschen Al-Kaida-Mitglieds Abu Anas al-Libi zeigen soll. Auf den unscharfen Schwarz-Weiß-Aufnahmen sei ein US-Kommandoeinsatz am frühen Morgen des 5. Oktober 2013 mitten in Libyens Hauptstadt Tripolis zu sehen, berichtete die Zeitung.

Al-Libi fährt demnach nach dem Morgengebet an seinem mit hohen Mauern geschützten Haus in einem wohlhabenden Viertel von Tripolis vor. Plötzlich rasen aus verschiedenen Richtungen ein Kleinbus und ein Kleinwagen heran und blockieren das Auto des mutmaßlichen Al-Kaida-Mitglieds. Ein weiteres Fahrzeug sperrt die Straße ab. Bewaffnete Männer ziehen die Zielperson in den Kleinbus, ehe die Einheit mitsamt dem Auto von al-Libi verschwindet.

Der „Washington Post“ zufolge stammen die Aufnahmen von einer Überwachungskamera in der Nähe. Der gesamte Einsatz dauert weniger als zwei Minuten. Später ist zu sehen, wie zwei Männer und eine Frau aus dem Haus al-Libis laufen.

Al-Libi soll ein Drahtzieher der Anschläge auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania im Jahr 1998 gewesen sein, bei denen mehr als 200 Menschen ums Leben kamen. Die US-Behörden haben bislang nur wenige Details zu der Festnahme bekanntgegeben. Nach der Kommandoaktion wurde al-Libi demnach auf ein im Mittelmeer kreuzendes Schiff der US-Marine gebracht. Später wurde das mutmaßliche Al-Kaida-Mitglied nach New York geflogen, wo ihm vor einem US-Bundesgericht der Prozess gemacht werden soll. Mitte Oktober plädierte er dort auf nicht schuldig. (afp)

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