Politik : Lieber schräg als rechts

-

Die DragQueen Olivia Jones hat bei den Hamburger Bürgerschaftswahlen die frühere Schill-Partei PRO übertrumpft. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis kam der Travestie-Star auf 0,5 Prozent. Die von Ronald Schill gegründete bisherige Regierungspartei brachte es auf lediglich 0,4 Prozent. „Das ist cool. Ich bin erst seit drei Wochen in der Landespolitik“, freute sich Olivia Jones alias Oliver Knöbel. Mit ihrer Kandidatur wollte die Drag-Queen das durch Schill angeschlagene Image Hamburgs als tolerantes Tor zur Welt wiederherstellen. Unterstützung hatte der Travestie-Star von Udo Lindenberg erhalten. Der Musiker hatte Jones’ Wahlkampf als selbst ernannter „Geheimrat“ begleitet. Vom Erfolg Ole von Beusts zeigte sich Jones enttäuscht: „Es ist furchtbar, dass eine ganze Menge Schwule Ole gewählt haben, weil er angeblich so offen mit seiner Homosexualität umgeht. Aber das tut er ja gerade nicht.“ Jones hatte bis zuletzt in den Kneipen St. Paulis um Stimmen geworben. Im Gegensatz zu Schill will sie in der Hamburger Landespolitik aktiv bleiben.ddp/dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben