Politik : Likud-Partei lehnt Koalition mit Livni ab

Jerusalem - Die oppositionelle israelische Likud-Partei hat eine Einladung der israelischen Außenministerin Zipi Livni zur Bildung einer Regierung der nationalen Einheit abgelehnt. Der israelische Onlinedienst „Ynet“ zitierte einen Vertrauten des Likud-Vorsitzenden Benjamin Netanjahu mit den Worten: „Livni versucht, staatsmännisch aufzutreten, wirkt dabei jedoch erbärmlich“. Sie müsse aufgeben, „den Willen des Volkes zu umgehen“. In einer offiziellen Likud-Stellungnahme hieß es, Livni solle „den Bürgern Israels ermöglichen zu wählen, wer sie anführt und auf welche Weise“.

Der israelische Staatspräsident Schimon Peres hatte Livni am Montag mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt. Die 50-Jährige hat dafür 42 Tage Zeit. Höchste Priorität habe für sie die Stabilität einer Regierung, die bis zu den nächsten Parlamentswahlen 2010 Bestand habe, sagte Livni. Sie will den unter Korruptionsverdacht stehenden Ministerpräsident Ehud Olmert ablösen, der am Sonntag zurückgetreten war. Die Juristin und frühere Geheimagentin war am Mittwoch zur Vorsitzenden der Regierungspartei Kadima gewählt worden.

Ein 19-jähriger Palästinenser hat bei einer Amokfahrt in Jerusalem 13 Menschen verletzt. Er raste mit dem Auto in eine Gruppe von Soldaten, die auf dem Weg zum Beten in der Jerusalemer Altstadt waren. Der Attentäter fuhr danach gegen eine Mauer und wurde anschließend von einem Beamten erschossen. dpa/AFP

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