Politik : Linke: Bisky soll Parlamentsvize werden

Parteivorsitzender gewinnt Wahl gegen Abgeordnete Gesine Lötzsch deutlich

Matthias Meisner

Berlin - Die neue Linksfraktion im Bundestag wird den Parteivorsitzenden Lothar Bisky für den ihr zustehenden Posten des Parlamentsvizepräsidenten benennen. Bisky setzte sich auf einer Klausurtagung der 54 Abgeordneten am Freitag in Berlin mit zwei Dritteln der Stimmen gegen die Bundestagsabgeordnete Gesine Lötzsch durch. Bereits am Freitag vergangener Woche waren die Initiatoren des Linksbündnisses, Oskar Lafontaine und Gregor Gysi, zu Fraktionsvorsitzenden gewählt worden. Bei der Abstimmung über die Stellvertreter von Lafontaine und Gysi setzte sich die NRW-Gewerkschafterin Inge Höger-Neuling, die sich vor der Wahl in der WASG engagiert hatte, überraschend gegen den WASG-Vorsitzenden Klaus Ernst durch. Axel Troost aus dem WASG-Bundesvorstand unterlag in einer Kampfabstimmung um einen weiteren Vize-Posten der sächsischen PDS-Politikerin Barbara Höll. Bis auf PDS-Wahlkampfchef Bodo Ramelow sind nun alle der acht stellvertretenden Vorsitzenden der Linksfraktion Frauen, auch Lötzsch und ihre Kollegin Petra Pau, die in der vergangenen Wahlperiode für die PDS im Bundestag saßen, sind darunter. Entsprechend dem Vorschlag der Spitze wurden die frühere brandenburgische PDS-Fraktionsvorsitzende Dagmar Enkelmann und der frühere baden-württembergische SPD-Chef Ulrich Maurer zu Parlamentarischen Geschäftsführern gewählt.

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