Politik : Linke fordert Mindestrente von 800 Euro

Berlin - Die Linke will sich noch stärker als bisher als Partei für den Alltag profilieren und soziale Belange in den Mittelpunkt ihrer Wahlkämpfe rücken. Das machte Parteichef Lothar Bisky am Sonntag nach einer zweitägigen Klausurtagung des Parteivorstandes deutlich. Bisky betonte, die Linke wolle die „Partei der Kümmerer“ sein, die sich der Sorgen der Menschen annehme.

Zur sozialen Profilierung beschloss der Parteivorstand ein Rentenkonzept, das eine Mindestrente von 800 Euro für alle garantieren soll. Kern ist der Erhalt der gesetzlichen Rentenversicherung als Basis der Alterssicherung. Mit der Aufhebung der sogenannten Dämpfungsfaktoren und einer Neubewertung von Anrechnungszeiten wie Ausbildung, Studium oder Arbeitslosigkeit solle es möglich werden, bei der Rente wieder auf 70 Prozent des Arbeitsentgeltes zu kommen. Für eine größere finanzielle Grundlage solle zudem ein flächendeckender Mindestlohn von 8,44 Euro pro Stunde gesetzlich festgeschrieben werden. Zur Finanzierung müsse grundsätzlich die Begrenzung des Beitragssatzes auf 20 Prozent bis 2020 und 22 Prozent bis 2030 aufgehoben und die Zuschüsse aus Steuermitteln angehoben werden. ddp

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben