Linksfraktion : Lafontaine will wieder Ministerpräsident werden

Lafontaine strebt bei den Landtagswahlen 2009 erneut das Amt des Ministerpräsidenten im Saarland an. Außerdem hat er für bestimmte Themenfelder die Kooperation mit seinen ehemaligen Parteigenossen auf Bundesebene in Aussicht gestellt.

Lafontaine Foto: ddp
Der Vorsitzende der Linksfraktion, Oskar Lafontaine.Foto: ddp

BerlinDer Vorsitzende der Linksfraktion, Oskar Lafontaine, will dafür kämpfen, 2009 noch einmal Ministerpräsident des Saarlandes zu werden: "Das ist mein Ziel! Wenn es bei der Saarland-Wahl eine rot-rote Mehrheit gibt, würde ich das Amt gern noch einmal übernehmen."

Im Bund kann sich der voraussichtliche Vorsitzende der neuen Linkspartei auch wieder eine Zusammenarbeit mit seinen ehemaligen Parteifreunden Kurt Beck und Franz Müntefering (beide SPD) vorstellen. Er schließe eine solche Zusammenarbeit nicht aus, sagte Lafontaine in einem Interview. "Wenn es darum geht, beispielsweise die Truppen aus Afghanistan zurück zu ziehen oder die Praxisgebühr zu streichen, arbeite ich mit jedem zusammen - auch mit dem Gottseibeiuns", sagte Lafontaine weiter.

"Die SPD ist keine linke Partei mehr"

Auf die Frage, ob er langfristig Chancen für eine Vereinigung von SPD und Linkspartei sehe, sagte der Links-Fraktionschef: "Ich war immer der Meinung, dass die Linke in Deutschland stark und einig sein muss. Aber die SPD hat sich in den vergangenen Jahren leider in die entgegengesetzte Richtung entwickelt. Die SPD ist keine linke Partei mehr." Auch gebe es bisher keine Hinweise, "dass die Sozialdemokraten ihren Irrweg verlassen". Vielmehr schienen diese "wild entschlossen, ihre Politik der Zerstörung des Sozialstaates fortzusetzen." (mit AFP)

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