Linkspartei : Angst vor Rückschlag

Vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz warnt die Führung der Linken vor einer neuen Personaldebatte für den Fall, dass die Partei in beiden Ländern an der Fünfprozenthürde scheitert.

Mathias Meisner

Das ist nach Umfragen nicht unwahrscheinlich. Dennoch meint etwa Fraktionschef Gregor Gysi, das Schicksal der Parteivorsitzenden Klaus Ernst und Gesine Lötzsch hänge nicht an den Wahlen zu den Landtagen in Stuttgart und Mainz. Vor Wochen klang das noch etwas anders: Gelinge der Einzug in die Landesparlament in einem oder beiden Ländern nicht, „wäre dies zweifellos ein Rückschlag und würde auch die interne Auseinandersetzung anheizen“, schrieb Parteivize Heinz Bierbaum, wichtiger Vertrauter des Ex-Vorsitzenden Oskar Lafontaine, in der Zeitschrift „Sozialismus“. Inzwischen aber vermittelt die Führung ihren Genossen, dass ein Personalstreit in diesem Jahr „nichts nutzen“ würde. Und vertröstet auf das Jahr 2012, in dem – mit Schleswig-Holstein – nur eine Landtagswahl stattfindet. Dann werde sich, so das Kalkül, eine Personalrochade sogar „als Aufbruch“ verkaufen lassen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben