Linkspartei-Schlappe : Ramelow gibt WASG Schuld für schlechtes Abschneiden

Nach Ansicht des Linkspartei-Politikers Bodo Ramelow ist die WASG Schuld am schlechten Wahlergebnis für die Linkspartei in der Hauptstadt.

Berlin - Linkspartei.PDS-Chef Lothar Bisky dringt als Konsequenz aus dem enttäuschenden Abschneiden seiner Partei in Berlin auf eine Beschleunigung der Fusion mit der Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG). "Wir dürfen nicht zögerlich allzu lange debattieren, sonst wird es keine Parteineugründung in Deutschland geben", warnte Bisky. Mit ihrem Wahlantritt in Konkurrenz zur Linkspartei habe die Berliner WASG "alle Opposition auf sich gezogen" und einen klaren Kampf gegen die Linkspartei geführt. Dies habe die Wähler verunsichert.

Auch der Linkspartei-Fusionsbeauftragte Bodo Ramelow führte das enttäuschende Abschneiden seiner Partei in Berlin auf den Streit mit der WASG zurück. Die "Ausstrahlung" durch den konkurrierenden Antritt der WASG habe viele Stimmen gekostet. Gerade die Wähler aus dem Osten seien "sehr empfindlich, wenn eine Partei Streit signalisiert". Vom Wahlergebnis in Berlin gehe eine "negative Wirkung" aus, sagte Ramelow und warnte: "Wir können uns keine weiteren Streitigkeiten leisten." Der Fusionsprozess müsse nun zügig vorangebracht werden.

Linkspartei und WASG wollen bis Sommer 2007 fusionieren. Der Berliner WASG-Landesverband war jedoch entgegen einem Kooperationsabkommen der Bundesvorstände eigenständig zur Wahl angetreten. (tso/ddp)

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