Litwinenko-Tod : Lugowoj kündigt sensationelle Enthüllung an

Der Geschäftsmann Andrej Lugowoj hat den Vorwurf des Giftmords an dem russischen Ex-Spion Alexander Litwinenko zurückgewiesen und sensationelle Enthüllungen angekündigt, die "die öffentliche Meinung grundlegend verändern" werden.

Moskau - "Ich habe Liwinenko nicht getötet. Ich habe nichts mit seinem Tod zu tun", sagte Lugowoj mehreren russischen Nachrichtenagenturen. Die Vorwürfe der britischen Justiz gegen ihn seien "politisch" begründet. Zugleich kündigte der ehemalige KGB-Agent baldige Enthüllungen an, die "eine Sensation für die öffentliche Meinung in Großbritannien" sein würden und die Sicht des mysteriösen Todesfalls grundlegend verändern könnten.

Die britische Generalstaatsanwaltschaft hatte zuvor in London eine Anklage-Erhebung wegen Mordes gegen Lugowoj angekündigt, der dafür von Russland ausgeliefert werden müsste. Als Hauptverdächtiger in dem Fall galt bisher neben Lugowoj dessen Geschäftspartner Dimitri Kowtun. Litwinenko hatte sich am 1. November 2006 mit Lugowoj und Kowtun in einem Londoner Hotel getroffen und gemeinsam mit ihnen Tee getrunken. Drei Wochen später starb der 43-jährige Kreml-Kritiker an einer Polonium-210-Vergiftung. (tso/AFP)

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