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Live-Ticker zum Nachlesen : Rot-Grün schafft klare Verhältnisse in NRW

13.05.2012 20:05 Uhrvon , und
Die Wahlsiegerin Hannelore Kraft (SPD). Künftig hat sie gemeinsam mit den Grünen eine komfortable Mehrheit. Foto: dpaBild vergrößern
Die Wahlsiegerin Hannelore Kraft (SPD). Künftig hat sie gemeinsam mit den Grünen eine komfortable Mehrheit. - Foto: dpa

Satte Mehrheit für Rot-Grün - ein Debakel für Norbert Röttgen und die CDU. Die Linkspartei ist aus dem Landtag geflogen, die Piraten und FDP deutlich drin - lesen Sie alles Wichtige zur Wahl in unserem Ticker nach.

23:30 Ein langer Wahlabend ist zu Ende. Schon um kurz nach 18 Uhr ist klar gewesen, dass SPD und Grüne die Neuwahl für sich entschieden haben. In den nächsten fünf Jahren verfügt Rot-Grün über eine satte Mehrheit im Düsseldorfer Landtag. Für CDU-Spitzenkandidat Norbert Röttgen hätte es schlimmer kaum laufen können. Mit rund 26 Prozent holt er das historisch schlechteste Ergebnis für die CDU in Nordrhein-Westfalen. Als Landesvorsitzender der Christdemokraten trat er umgehend zurück. Aber reicht das auch? Kann Röttgen CDU-Vize der Bundespartei und Bundesumweltminister bleiben? All diesen Fragen widmen wir uns am Montag.

23:00 Auf der Wahlparty der Grünen wird noch ordentlich gefeiert. Obwohl die Partei in der Wahl nicht zulegen konnte, sind alle erleichtert, dass es für eine klare Mehrheit gemeinsam mit den Sozialdemokraten gereicht hat. Anders als bei der FDP-Wahlparty gibt es bei den Grünen auch noch Bier. Die Feier dürfte hier noch eine Weile gehen.

Sehen Sie hier Reaktionen auf das Wahlergebnis in einer Bildergalerie:

22:20 Die FDP hat sich in Sichtweite zur Wahlparty eingemietet. Es hätte ja schließlich sein können, das man spontan zu Ampel-Gesprächen hätte zusammenkommen müssen. Das ist nicht der Fall, die FDP muss in die Opposition. Unter den Umständen der vergangen Wochen ist das aber für die Liberalen der größtmögliche Erfolg. Und sie wissen, wem sie das zu verdanken haben: Christian Lindner. Und der ist artig und macht der Partei nochmal seine Aufwartung. Er steht mitten im Artrium des Zollhofs, einem hohen Lichthof, in dem es ziemlich schallt, aber das stört die Runde nicht. Es ist nicht übermäßig voll und das Pils ist auch schon leer, nur noch Alt ist zu haben. Lindner steht nicht auf einer Bühne, sondern mitten unter seinen Anhängern und dankt seinen Wahlkämpfern - von den Abgeordneten, über die Jungliberalen bis zur Agentur.

Und eine kleine Anekdote hat er noch parat, nämlich aus einer Zeit, in der es noch ungemütlich war - meteorologisch in Deutschland, aber gefühlt auch in der FDP. Da musste Lindner posieren für ein Wahlplakat. Er stand mit einem Fotografen in einer Berliner Tiefgarage (ob es in Düsseldorf keine gibt, ließ er unbeantwortet), es waren acht Grad und der musste ohne Mantel und Krawatte auf dem Auto sitzen. "Anschließend war ich todkrank, aber es hat sich gelohnt" ruft er unter dem Beifall der Liberalen. Dann posiert er noch für ein paar Erinnerungsfotos und entschwindet. Mit Freunden will er sich noch treffen. Zurück bleiben zufriedene Parteifreunde, die vom "inneren Frieden" den die FDP nun hoffentlich erlange. Auch Lindern hat an diesem Abend viel von Beruhigung gesprochen. Die Partei muss demnach sehr aufgeregt gewesen sein. Jetzt haben sie hier die Hoffnung, dass nicht die CDU anfängt unruhig zu werden - nach diesem Desaster.

21:35 Auf der Public-Viewing-Leinwand vor dem Landtag wird nun die Ankunft der Meister- und Pokalsieger-Mannschaft von Borussia Dortmund gezeigt - aber kaum jemand guckt zu. Vielleicht liegt das ja auch daran, dass die Düsseldorfer Fußballfans eher einem anderen Termin entgegenfiebern - nämlich der zweiten Runde in der Relegation gegen die Berliner Hertha am kommenden Dienstag.

21:30 Ohnehin ist Norbert Röttgen der große Wahlverlierer des Abends. Klar ist nun außerdem: Er hat in seinem Wahlkreis kein Direktmandat gewinnen können. In "Bonn I", wo Röttgen antrat, holte er, Stand 21:30 Uhr, nur 28,51 Prozent der Stimmen. SPD-Kandidat Bernhard von Grünberg konnte dagegen 45,53 Prozent der Wähler von sich überzeugen.

21:20 Jetzt hat es Hannelore Kraft geschafft. Sie ist nach dem Interviewmarathon wieder auf der Wahlparty der SPD angekommen und ist direkt auf die Bühne gestürmt und hat mit der Band gerockt. Anschließend ist sie nochmal durch den Saal getänzelt und hat die Hände hochgereckt. Ein paar Stunden zuvor hat sie noch gesagt: "Die Freude kommt noch nicht so aus mir raus." Das ist jetzt anders.

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