Politik : Lob vom Vater

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„Die Richtung stimmt.“ Mit diesen Worten kommentiert Siegfried Stresing vom Landesfamilienrat BadenWürttemberg das Rentenkonzept der CSU. Der Vater von fünf Kindern war im September mit seiner Forderung, kinderreichen Eltern die Rentenbeiträge zu erlassen, vom Bundessozialgericht abgewiesen worden . Es sei „hervorragend“, dass Politiker endlich darauf kämen, Familien bei den Beiträgen zu entlasten, freut sich der Kläger nun. Zwar seien die geforderten 50 Euro weniger pro Kind sehr knapp bemessen, „aber es wäre ein Einstieg“. Gut findet Stresing auch den Vorschlag, Eltern eine Zusatzrente von 130 Euro pro Kind zu zahlen. Allerdings handle es sich um ein unverbindliches Versprechen: Würden Kinder wie geplant erst ab dem Geburtsjahr 2005 berücksichtigt, fielen die ersten Renten frühestens im Jahr 2035 an. „Keiner weiß, ob es unser System da überhaupt noch gibt.“ Ungeteilten Beifall zollt Stresing indessen dem CSU-Plan, die Kinderprämien allein von kinderlosen Beitragszahlern aufbringen zu lassen. Bei einer Steuerfinanzierung, so sagt er, wären Familien wieder die Dummen – da diese über ihren höheren Güterverbrauch auch mehr Verbrauchssteuern zahlen müssten als Singles oder kinderlose Paare. raw

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