Politik : London gewinnt Olympia 2012

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Singapur Die Olympischen Sommerspiele 2012 finden in London statt. Die britische Hauptstadt setzte sich bei der Session des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Singapur im letzten Wahlgang gegen den Favoriten Paris durch. Schon 1908 und 1948 hatte London die Olympischen Spiele ausgetragen und ist damit die erste Stadt, die zum dritten Mal die Spiele veranstaltet.

In den ersten drei Wahlgängen waren nacheinander Moskau, New York und Madrid ausgeschieden, ehe es zum Duell zwischen London und Paris kam. Die Evaluierungskommission des IOC hatte Paris die besten Noten gegeben, jedoch sprachen IOC-Mitglieder vom überzeugenden Engagement der Briten, insbesondere ihres Bewerbungschefs, des Olympiasiegers Sebastian Coe, und ihres Premiers Tony Blair, der in Singapur drei Tage lang für die Londoner Bewerbung geworben hatte. Blairs Botschaft an das IOC lautete: „Wir versprechen Ihnen, dass wir Ihre besten Partner sein werden. Die ganze Regierung steht hinter der Bewerbung. Es ist die Bewerbung einer ganzen Nation.“ Nach der erfolgreichen Abstimmung sagte die englische Königin Elizabeth II.: „Es ist eine wirklich herausragende Leistung, eine so hochkarätige Konkurrenz zu schlagen.“ IOC-Präsident Jacques Rogge sagte: „Die olympische Familie ist hoch erfreut, eines ihrer Gründungsmitglieder als Gastgeber zu haben.“ London will die Spiele vom 27. Juli bis 12. August 2012 veranstalten.

Der deutsche Bewerber Leipzig war schon bei der Vorauswahl im Mai 2004 gescheitert. Mit dem Erfolg Londons kann sich Deutschland keine Hoffnungen mehr auf die Olympischen Sommerspiele 2016 machen. Ein europäischer Kandidat darf sich wohl erst von 2020 an Chancen ausrechnen. Das Nationale Olympische Komitee könnte daher München ins Rennen um die Winterspiele 2018 schicken. Münchens Oberbürgermeister Christian Ude sagte: „Wintersport steht wieder im Mittelpunkt des Interesses, und zwar konkurrenzlos.“ Tsp

Seiten 2 und 22

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