London : Königlicher Empfang für die Obamas

Fast sah es aus wie in Hollywood: Mit viel Zeremoniell sind die Obamas in London von der Queen empfangen worden. Auf politischer Ebene wird Wert auf die besondere Beziehung zwischen Großbritannien und den USA gelegt.

US-Präsident Barack Obama und der britische Premierminister David Cameron.Weitere Bilder anzeigen
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25.05.2011 17:29US-Präsident Barack Obama und der britische Premierminister David Cameron.

Mit Ehrenschüssen und Marschmusik sind US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle am Dienstag von Queen Elizabeth II. im Londoner Buckingham Palast empfangen worden. Traditionell begrüßten 41 Salutschüsse das Paar. Mit dabei war die gesamte obere Reihe des Königshauses: Die Queen und ihr Mann Prinz Philip, Thronfolger Prinz Charles und Frau Camilla. Auch das frisch vermählte und gerade aus den Flitterwochen zurückgekehrte Ehepaar Prinz William und Kate traf mit den Obamas zusammen, allerdings hinter verschlossenen Türen. Bei ihrem zweitägigen Staatsbesuch in Großbritannien sind die Obamas im Palast zu Gast.

Zwar begegneten sie sich am Dienstag noch nicht offiziell zu Gesprächen - zum Start des Besuches stellten Obama und der britische Premierminister David Cameron jedoch die Gemeinsamkeiten beider Länder heraus. In einem gemeinsamen Beitrag in der Zeitung "The Times" sprachen beide Politiker von "immensen ökonomischen, sozialen und strategischen Herausforderungen", denen beide Länder gegenüberstünden. Sie beschrieben die Beziehung als "natürliche Partnerschaft", die sowohl für die Länder als auch die ganze Welt "essenziell" sei.

Mit Blick auf den Krieg in Libyen gegen das Regime von Muammar al-Gaddafi betonten Obama und Cameron das gemeinsam Erreichte. "Wir haben seine Kriegsmaschine geschwächt und eine humanitäre Katastrophe verhindert", heißt es in dem Text. "Und wir werden fortfahren, die UN-Resolutionen gemeinsam mit unseren Verbündeten durchzusetzen, bis sie vollständig erfüllt sind", schrieben die Politiker weiter.

Am Mittwoch sollte Obama vor beiden Kammern des britischen Parlamentes sprechen. Die Rede in der Westminster Hall wurde von Offiziellen im Weißen Haus als eine der wichtigsten Stationen von Obamas sechstägiger Europareise dargestellt, die am Montag in Irland begann und am Wochenende in Polen enden soll.

Während der Mittwoch für politische Gespräche bestimmt ist, gab es am Dienstag vor allem prächtige Bilder vor königlicher Kulisse. Obama schritt zusammen mit Prinz Philip im Garten des Palastes eine Ehrenformation der Scots Guards ab. Die Wachsoldaten waren in traditionellen roten Uniformröcken und Bärenfellmützen angetreten.

Das Mittagessen wurde ebenfalls im Palast serviert, am Nachmittag stand unter anderem ein Besuch in der Krönungskirche Westminister Abbey an. Nach einem Staatsbankett am Dienstagabend wollten die Obamas die Nacht in einer prachtvollen Suite im Buckingham Palast verbringen. Diese ist für Staatsgäste reserviert, doch auch William und Kate hatten darin ihre Hochzeitsnacht verbracht.

Für Michelle Obama stand am Mittwoch ein Besuch der Universität Oxford auf dem Programm. Am Donnerstag reist Obama zum G8-Gipfel ins französische Seebad Deauville weiter. (dpa)

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