Politik : Luftangriffe in Somalia – USA wollen Terroristen töten

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Mogadischu/Washington - Bei mehreren US-Luftangriffen auf Aufenthaltsorte mutmaßlicher Terroristen in Somalia sind nach Angaben der somalischen Übergangsregierung etwa 30 Menschen ums Leben gekommen. Dazu zähle möglicherweise ein führendes Al-Qaida-Mitglied, meldete der US-Sender CNN am Dienstag unter Berufung auf Pentagon- Quellen. Augenzeugen berichteten von Angriffen auf drei Dörfer im Grenzgebiet zu Kenia im Lauf des Montags.

Die US-Regierung bestätigte die Luftangriffe. Außenamtssprecher Sean McCormack sprach jedoch von Angriffen am Sonntag. Die USA wollten verhindern, dass Al-Qaida-Mitglieder aus Somalia fliehen und andernorts Zuflucht suchen können. Auch der somalische Präsident Abdullahi Yusuf rechtfertigte die Angriffe. „Die USA haben das Recht, mit Luftangriffen gegen mutmaßliche Terroristen vorzugehen“, sagte Jusuf in Mogadischu. Die somalische Übergangsregierung war nach eigenen Angaben vorher über die Aktion informiert worden. Es war die erste militärische Aktion der USA in Somalia seit dem Abzug ihrer Truppen im Jahr 1994.

Nach Medienberichten war mindestens ein US-Kampfflugzeug vom Typ AC- 130 im Einsatz. Offenbar sollten drei mögliche Drahtzieher der Anschläge auf die US-Botschaften in Nairobi und Daressallam 1998 getroffen werden. Unter den Opfern sind nach Augenzeugenberichten sechs Mitglieder einer Familie, die gerade eine Hochzeit gefeiert hätten. dpa/deh

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