Politik : Maas setzt auf Gerechtigkeit

Spitzenkandidat der Saar-SPD will stärkere Programmdiskussion

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Saarbrücken (dpa). Der saarländische SPDVorsitzende Heiko Maas setzt nach der Übernahme der Spitzenkandidatur für die Landtagswahl 2004 auf eine stärkere Programmdiskussion. Im Wahlkampf werde dabei Ex-Ministerpräsident Oskar Lafontaine eine wichtige Position innehaben. Das sagte Maas nach der Sitzung des SPD-Landesvorstands, auf der der 37-Jährige offiziell gekürt wurde. Lafontaine hatte in den vergangenen Wochen eigene Ambitionen auf eine Spitzenkandidatur erkennen lassen. Der 60-Jährige akzeptierte aber schließlich das Vorrecht von Maas auf den Posten. Er stehe aber auch nach der Entscheidung dazu, der SPD beim Wahlkampf zu helfen. „Wir sind die Partei der sozialen Gerechtigkeit. Nur so erreichen wir unsere Wähler“, sagte Lafontaine. „Die Politik der SPD im Bund ist nur dann eine Unterstützung im Landtagswahlkampf, wenn sie das beherzigt“, fügte er hinzu. Maas nannte als Schwerpunkte in den kommenden zehn Monaten bis zur Wahl soziale Gerechtigkeit und Schaffung neuer Arbeitsplätze im strukturschwachen Saarland. Die Regierung von Ministerpräsident Peter Müller (CDU) habe ihr Versprechen vom Aufschwung nicht gehalten, das Land steuere auf einen Pleiten- und Schuldenrekord zu, warf Maas dem Regierungschef vor. Die jüngste Umfrage von Infratest dimap zeigt die geringen Chancen von Maas gegen CDU-Mann Müller. Demnach hätte die CDU mit 54 Prozent (Wahl 1999: 45,5 Prozent) der Stimmen die absolute Mehrheit sicher, die SPD käme nur auf 33 Prozent (1999: 44,4 Prozent).

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