Politik : Machtkampf in Hessens SPD

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Wiesbaden - In der hessischen SPD kommt es zu einem Machtkampf um die Spitzenkandidatur bei der Landtagswahl 2008. Nach der Landesvorsitzenden Andrea Ypsilanti kündigte am Dienstag in Wiesbaden auch Fraktionschef Jürgen Walter an, gegen Ministerpräsident Roland Koch (CDU) antreten zu wollen. „Ich möchte Koch herausfordern“, sagte Walter. Es werde jetzt eine „faire, offene und freundschaftliche Auseinandersetzung“ zwischen ihm und Ypsilanti geben. Die Entscheidung soll vermutlich auf einem Landesparteitag Mitte November fallen.

Walter schloss auch eine Mitgliederbefragung zur Spitzenkandidatur nicht aus. Er und auch Ypsilanti seien bereit, sich jeder Form der Abstimmung zu stellen, sagte der Fraktionschef. Auf eine eigene Position in dieser Frage wollte er sich aber nicht festlegen. Der 38-jährige Jurist kündigte an, dass er und Ypsilanti sich gemeinsam den 26 Unterbezirken des Landesverbandes präsentieren und für ihre Konzepte werben wollen. Der Fraktionsvorsitzende zeigte sich überzeugt, dass die SPD aus dem Wettbewerb zwischen ihm und der Landesvorsitzenden „gestärkt und geeint“ hervorgehen werde. Für den Fall einer Niederlage in diesem Zweikampf kündigte Walter an, das Amt des Fraktionschefs niederzulegen und seiner Konkurrentin zu überlassen. Ypsilanti hatte bereits am vergangenen Donnerstag ihre Bereitschaft zu einer Kandidatur bekannt gegeben, nachdem der frühere Offenbacher Oberbürgermeister Gerhard Grandke verzichtet hatte. Walter hatte sich bisher zugunsten Grandkes zurückgehalten. AFP

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