Politik : Machtwechsel in Italien? Prodi vor Berlusconi

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Rom - Bei den Parlamentswahlen in Italien zeichnet sich ein Machtwechsel ab. Ersten Prognosen zufolge errang der ehemalige EU-Kommissionspräsident Romano Prodi eine Mehrheit vor Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Das Mitte- links-Bündnis Prodis kam demnach in beiden Kammern auf 50 bis 54 Prozent, das Mitte-rechts-Lager Berlusconis lediglich auf 45 bis 49 Prozent, berichtete das staatliche Fernsehen nach Schließung der Wahllokale um 15 Uhr am Montag. Das Prodi-Lager verfüge in beiden Parlamentskammern über eine Mehrheit. Vor allem die Berlusconi-Partei Forza Italia brach den vorliegenden Prognosen zufolge deutlich ein: Sie kam vor fünf Jahren noch auf 29 Prozent, heute nur noch auf 20 bis 23 Prozent, berichtete das Fernsehen weiter. Wann mit dem offiziellen Endergebnis zu rechnen ist, war am Montagnachmittag nicht abzusehen. Prodi war bereits von 1996 bis 1998 Regierungschef. Der 66 Jahre alte parteilose Prodi ist Wirtschaftsprofessor und gilt als pragmatisch. dpa

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