• Machtwechsel in Mexiko: Von Cola-Vertreter zum Staatspräsidenten - Vicente Fox wird Mexiko regieren

Politik : Machtwechsel in Mexiko: Von Cola-Vertreter zum Staatspräsidenten - Vicente Fox wird Mexiko regieren

Klaus Blume

Unternehmer, Landwirt und schließlich Chef des Getränkemultis Coca-Cola für Mexiko und Zentralamerika. Jetzt wird Vicente Fox Präsident von Mexiko. Vor zwölf Jahren begann Fox seine politische Laufbahn: 1988 ließ er sich zu einer Kandidatur für die konservative Partei der Nationalen Aktion (PAN) überreden und zog ins Abgeordnetenhaus in Mexiko-Stadt ein. Drei Jahre später kandidierte er in seinem Heimatstaat Guanajuato (rund 300 Kilomter nördlich von Mexiko-Stadt) für den Gouverneursposten, wurde aber durch offensichtlichen Wahlbetrug um den Sieg geprellt. Beim zweiten Versuch, 1995, siegte er haushoch mit 58 Prozent der Stimmen.

Wie seine Partei ist auch Fox katholisch geprägt. Er hebt gern seine jesuitische Erziehung hervor. Der 58-Jährige ist gegen Abtreibung, aber nicht gegen Empfängnisverhütung. Von seiner Frau lebt der Vater von vier Adoptivkindern getrennt. Er betont, keinesfalls wieder heiraten zu wollen. Kritiker werfen Fox Macho-Sprüche vor, eine manchmal recht derbe Ausdrucksweise und vor allem inhaltliche Widersprüche. So hatte er früher die Privatisierung der staatlichen Erdölgesellschaft Pemex befürwortet, heute indes plädiert er dagegen. Seine konservativen Parteifreunde irritiert es, wenn sich Vicente Fox als "mitte-links" einstuft.

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