Machtwort : Beck: "Wir ziehen unsere eigene Furche"

Nach seinem vielzitierten Machtwort versucht sich Parteichef Kurt Beck mit einem "kooperativen und offenen Führungsstil" zu positionieren. Für die Sozialdemokraten sieht er bei den Landtagswahlen durchaus Chancen.

Beck
Freund klarer Worte. SPD- Chef Kurt Beck. -Foto: imago

BerlinSPD-Chef Kurt Beck sieht angesichts jüngster Umfragen in den Ländern für seine Partei "realistische Chancen", in Hessen, Niedersachsen und Hamburg künftig die Regierung zu stellen. Nirgendwo habe die CDU mehr die absolute Mehrheit, sagte Beck nach Angaben von Teilnehmern auf einer Sondersitzung der SPD-Fraktion in Berlin.

 

Beck versicherte, er wolle die Debatten über kontroverse Fragen im neuen SPD-Grundsatzprogramm "offen und ehrlich" führen. "Ich bleibe bei meinem kooperativen und offenen Führungsstil" sagte Beck unter starkem Beifall der Teilnehmer. "Kooperativ" bedeute für ihn, dass man nicht allein sondern nur gemeinsam Entscheidungen treffen könne.

Auf sein Machtwort vom vergangenen Montag in Richtung der parteininternen Kritik an seinem Frührungsstil ging Beck nicht näher ein. Er habe "die Dinge gesagt. Das reicht." Die Kabinettsklausur im brandenburgischen Meseberg bezeichnete Beck als einen "sozialdemokratischen Erfolg". Der SPD-Vorsitzende: "Auch wenn andere unsere Sprache und unsere Themen übernehmen - jeder ist herzlich willkommen." Die SPD habe es nicht nötig, sich von anderen Parteien im Bundestag politisch abzugrenzen. Dies gelte auch für die neue Partei Die Linke. Beck: "Wir ziehen unsere eigene Furche." (mit dpa) 

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