Politik : Mäuse und Menschen

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Foto: Rückeis / Montage: DP

HINTER DEN LINDEN

Gerhard Schröder hat neulich ein Geständnis abgelegt. Er wisse ja, dass es heutzutage wichtig sei, sich mit Computer, Internet und diesem Gedöns auszukennen, hat er sinngemäß bekannt. Aber er habe noch nicht ausgelernt und wolle das mit Maus, E-Mail und Web künftig etwas genauer studieren. Trotzdem muss der wahlkämpfende Parteichef nicht ganz aufs Internet als Hilfsmittel verzichten. Denn zum Glück hat der Kanzler ein paar Surf-Profis in seinem Umfeld, die eilig eine Wahlkampfseite zusammen bastelten. Sie hört auf den n www.gerhard-schroeder.de und soll am Dienstag endlich freigeschaltet werden.

Höchste Zeit, lächelt doch des Kanzlers Konkurrent, der Laptop-Edmund, schon seit Monaten ohne Lederhose von seiner eigenen Homepage. Klickt man an diesem Wochenende schon mal auf die künftige Kanzlerseite, wird man vorerst noch auf Schröders Lebenslauf umgeleitet, der seit Jahr und Tag unter der Rubrik „Köpfe“ auf der Homepage der SPD zu finden ist. Dort ist des Kanzlers Werdegang aufgelistet.

Einzig der Name ganz links auf der Seite verwundert. Dort nämlich lauert nur einen Mausklick entfernt nach wie vor Rudolf Scharping auf seinen Internetauftritt. Zumindest im SPD-Netz existiert also noch eine Direktverbindung zwischen Gerhard Schröder und seinem gefeuerten Minister a.D. Und dessen Lebenslauf war auch zwei Tage nach dem spektakulären Rausschmiss noch immer mit „Bundesminister für Verteidigung“ überschrieben. Der Kanzler steht also doch nicht alleine da. Auch die anderen Sozialdemokraten sind beim Umgang mit dem schnellen Medium noch ein wenig überfordert. Markus Feldenkirchen

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