Magdeburg : CDU und SPD bilden Koalition

Sachsen-Anhalt wird künftig von einer großen Koalition regiert. CDU und SPD schlossen ihre knapp dreiwöchigen Verhandlungen für das erste schwarz-rote Bündnis im Land ab. Gestritten wird allerdings noch über die Ministerposten.

Magdeburg - Die Inhalte der künftigen Zusammenarbeit seien in allen wesentlichen Punkten geklärt, sagte Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) in Magdeburg. Noch offen ist dagegen die Verteilung der acht Ministerposten. Darüber wollen beide Parteien am Dienstag nach Ostern endgültig entscheiden. Die SPD fordert vier Ministerien, was in der CDU auf Kritik stieß.

«Wir haben ein Koalitionspapier erarbeitet, das 60 Seiten haben wird», sagte Böhmer. Schwerpunkte seien die Bereiche Wirtschaft, Arbeit und Bildung. Größten Raum in den Koalitionsverhandlungen nahm nach Angaben beider Seiten das Thema Bildung ein. Hier setzte sich die SPD mit ihrer Ablehnung von Studiengebühren im Erststudium durch, auf Wunsch der CDU wurde an dem Eignungstests für den Wechsel von der Grundschule auf das Gymnasium festgehalten.

Die CDU hatte die Landtagswahl am 26. März mit 36,2 Prozent klar gewonnen. Die SPD wurde mit 21,4 Prozent nach der Linkspartei drittstärkste Kraft im Landtag. Bisher regierte in Sachsen-Anhalt ein Bündnis von CDU und FDP.

Der Koalitionsvertrag steht kommende Woche bei Parteitagen von CDU (19. April) und SPD (21. April) zur Abstimmung. Der neue Landtag kommt erstmals am 24. April zusammen. (tso/dpa)

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