Politik : Mahler-Prozess ausgesetzt

Angeklagter bestreitet Vorwürfe

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Hamburg (pl). Der Hamburger Prozess gegen den Rechtsanwalt Horst Mahler wegen Billigung der Terroranschläge vom 11. September 2001 ist am Montag vom Hamburger Amtsgericht vorläufig ausgesetzt worden. Der 69 Jahre alte NPDAnwalt ist angeklagt, weil er die Anschläge von New York und Washington im Fernsehmagazin „Panorama“ als „rechtens“ bezeichnet hatte und damit laut Anklage den Straftatbestand der „Billigung einer Straftat“ erfüllt hatte.

Den zu Beginn des Termins am Montag zunächst im Gerichtsaal eingespielten Fernsehbericht bezeichnete der Angeklagte am Montag als einseitig und aus dem Zusammenhang gerissen.

Vieles was er gesagt habe , sei geschnitten worden, anderes in einem falschen Zusammenhang dargestellt worden. Die offenkundig schlecht vorbereitete Staatsanwältin war daraufhin nicht in der Lage, weiteres Material zu der Sendung vorzulegen. Auch die verantwortlichen Redaktionsmitglieder sind der Anklage nicht bekannt. Sie sollen jetzt gesucht und als Zeugen vernommen werden. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

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