Politik : Mahnmalbau geht weiter

Stiftungskuratorium: Chemiekonzern Degussa bleibt beteiligt

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Berlin (dro). Die Firma Degussa bleibt am Bau des HolocaustMahnmals beteiligt. Dazu habe sich die Mehrheit des Kuratoriums der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas entschieden, sagte der Kuratoriumsvorsitzende, Bundestagspräsident Wolfgang Thierse, am Donnerstag. Eine Tochterfirma der Degussa hatte in der NS-Zeit das Gift Zyklon B geliefert, mit dem Millionen Juden getötet wurden. „Deutschland errichtet das Mahnmal für das eigene Volk, damit die Vergangenheit nicht in Vergessenheit gerät“, sagte Thierse. Deshalb könnten einzelne Firmen wegen ihrer Historie nicht ausgeschlossen werden. Degussa liefert den Grafittischutz für die Stelen des Mahnmals. Dessen Architekt Peter Eisenman lobte die Entscheidung.

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