Mai-Krawalle : Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Randalierer

Nach den gewalttätigen Ausschreitungen am 1. Mai in Berlin werden sich nun rund 20 Randalierer vor Gericht verantworten müssen.

BerlinDie Vorwürfe seien in den meisten Fällen schwerer Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung und Widerstand gegen Polizeibeamte, sagte Staatsanwaltssprecher Michael Grunwald. Es sei mit zügigen Verhandlungen zu rechnen.

Die Krawalle am 1. Mai im Berliner Stadtteil Kreuzberg hatten bundesweit für Aufsehen gesorgt. Am Abend des Maifeiertags hatten sich Randalierer heftige Straßenkämpfe mit der Polizei geliefert. Dabei waren 479 Beamte verletzt worden. Die Gewaltausbrüche hatten früher und heftiger begonnen als in den Vorjahren.

Knapp 350 Personen waren in der Walpurgisnacht und am 1. Mai festgenommen worden - die höchste Zahl seit 2004. Erstmals waren auch vier Haftbefehle wegen Mordversuchs gegen Randalierer erlassen worden. Die Beschuldigten sollen Brandsätze auf Polizisten geschleudert haben. (rf/dpa)

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