Mali-Einsatz : Deutschlands unterstützt Frankreich - ein bisschen

Frankreich schickt Soldaten nach Mali. Deutschland will helfen, aber auf keinen Fall mit Gewalt. Aber womit dann?

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Ein französischer Panzer wird in Nordfrankreich verladen
Ein französischer Panzer wird in Nordfrankreich verladenFoto: Reuters

Es war eine Entscheidung unter hohem Zeitdruck: Drei Tage, nachdem Präsident Hollande französische Kampfflugzeuge und Soldaten in den Einsatz gegen islamistische Kämpfer in Mali schickte, bot die Bundesregierung am Montag dem Partner in Paris Hilfe an. Andere Nato-Länder wie etwa die USA, Großbritannien und Dänemark, hatten sich da schon längst als Helfer ins Spiel gebracht. Das erhöhte auch den Druck auf die Akteure im Bundeskabinett, zu einer gemeinsamen Linie zu kommen. Denn eine Situation müssen die Außen- und Sicherheitspolitiker in Berlin unter allen Umständen vermeiden: Nachdem Deutschland sich einer Teilnahme an der Libyen-Intervention verweigert hatte und mit seiner Enthaltung im Sicherheitsrat Zweifel an der Bereitschaft zur Übernahme von Sicherheitslasten schürte, wollte sich die Bundesregierung diesmal als verlässlicher Partner zeigen, der eben nicht kneift, wenn es Ernst wird. Die Entsendung von mehreren Dutzend Bundeswehrsoldaten zur EU-Ausbildungsmission für die Streitkräfte der westafrikanischen Staatengemeinschaft (Ecowas) war in Berlin längst geplant und vorbereitet.

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