Mali-Einsatz : Westafrikanische Staaten bitten Uno um Hilfe

Die westafrikanische Staatengemeinschaft Ecowas hat die Uno aufgefordert, den Kampfeinsatz in Mali logistisch zu unterstützen. In der kommenden Woche will das Staatenbündnis auch eigene Soldaten nach Mali schicken.

In der kommenden Woche werden diese Soldaten aus Nigeria nach Mali entsendet. Die westafrikanische Staatenunio Ecowas hat jetzt die Uno um Hilfe gebeten.
In der kommenden Woche werden diese Soldaten aus Nigeria nach Mali entsendet. Die westafrikanische Staatenunio Ecowas hat jetzt...Foto: AFP

Die Staats- und Regierungschefs der westafrikanischen Staatengemeinschaft Ecowas haben die UNO aufgefordert, den Militäreinsatz in Mali „sofort“ logistisch zu unterstützen. Auch finanzielle Hilfe für die Stationierung der Truppen in Mali werde umgehend gebraucht, heißt es in der Schlusserklärung des Ecowas-Gipfels in der Elfenbeinküste am Samstag. Seine Mitgliedsstaaten forderte das Staatenbündnis auf, die zugesagten Truppenkontingente „ohne weitere Verzögerungen“ bereitzustellen.
Die Ecowas will Malis Armee dabei helfen, den von Islamisten kontrollierten Norden des Landes zurückzuerobern. Die ersten 2000 Soldaten der Internationalen Unterstützungsmission für Mali (MISMA) sollen bis zum 26. Januar in Malis Hauptstadt Bamako eintreffen.
Langfristig soll die Mission unter dem Kommando des nigerianischen Generals Shehu Abdulkadir 5800 Soldaten umfassen.

Eine Kooperation mit der französischen Eingreiftruppe ist bisher nicht geplant. Diese hat im Rahmen der „Operation Serval“ bereits 2000 Soldaten in Mali, ihre Zahl soll rasch weiter auf 2500 steigen. Die Franzosen und die MISMA sollen logistische Unterstützung aus den USA, Deutschland, Großbritannien, Dänemark und Belgien erhalten. Die Bundesregierung hat zwei Transall-Transportflugzeuge nach Bamako entsandt; sie sollen auch dazu eingesetzt werden, ECOWAS-Truppen aus den Nachbarländern in Malis Hauptstadt zu fliegen. (AFP)

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

1 Kommentar

Neuester Kommentar