Malta : Mehr als 70 Bootsflüchtlinge getötet

Bei einem Bootsunglück im Mittelmeer sind nach Angaben von Überlebenden vermutlich 71 Flüchtlinge ums Leben gekommen. Sie waren auf dem Weg von Libyen Richtung Malta. Ein deutscher Hubschrauber sucht nach Überlebenden.

Valetta/RomMehr als 70 Menschen ließen bei dem Versuch, europäischen Boden zu erreichen, ihr Leben. Ein Boot mit Flüchtlingen sank vor Malta - nur acht Menschen überlebten das Unglück. Sie wurden am Mittwoch ungefähr 70 Kilometer südlich der Mittelmeerinsel in einem aufblasbaren Boot gefunden, das bereits zur Hälfte mit Wasser vollgelaufen war.

Sie berichteten den Behörden, dass sich insgesamt 79 Menschen auf ihrem Boot befunden hätten, darunter auch vier Frauen, von denen drei schwanger waren. Die Einwanderer waren vor einer Woche in Libyen gestartet, jedoch seien ihnen bereits nach zwei Tagen die Lebensmittel ausgegangen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag.

Seit Montag drang immer mehr Wasser in das Boot ein, bis es schließlich südlich der Insel Malta gesunken sei. Ein deutscher Hubschrauber der EU-Grenzagentur Frontex sucht seit Mittwoch nach den Vermissten und hat bereits drei leblose Körper im Meer gesichtet. Wegen schlechter Wetterbedingungen konnten diese aber zunächst nicht geborgen werden. (nis/dpa/AFP)

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