Politik : Malta und Zypern führen den Euro ein

Nikosia/Ljubljana - Die EU hat zwei neue Euro-Länder: Die Mittelmeerinseln Zypern und Malta, die zusammen etwa 1,2 Millionen Einwohner haben, sind das 14. und 15. Land der EU, in denen der Euro als Zahlungsmittel gilt. Mit der Einführung in der Republik Zypern ist erstmals auch die türkische Sprache auf eine europäische Münze gekommen. Auf den Cent- und Euro-Münzen des Landes steht neben dem griechischen Wort für Zypern („Kypros“) auch das türkische „Kibris“. In der Republik Zypern ist neben Griechisch auch Türkisch Amtssprache. Mit dem Beitritt Zyperns und Maltas zur Euro-Zone leben damit insgesamt rund 318 Millionen Menschen in dem Gebiet der Gemeinschaftswährung. Obwohl die Inseln, die einst zu Großbritannien gehörten, nur 0,17 Prozent (Zypern) und 0,06 Prozent (Malta) des Bruttoinlandsprodukts der Eurozone ausmachen, erforderte die Übernahme der Währung doch die Ausgabe von 100 Millionen Euro in Scheinen sowie mehr als 500 Millionen Münzen. Die Inselstaaten sind seit knapp vier Jahren EU-Mitglieder. Nach den Erfahrungen auf dem europäischen Festland 2002 fürchten die Bürger erhebliche Preissteigerungen durch die Währungsumstellung. dpa/AFP

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