Politik : Man spricht (auch) deutsch

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Ankaras Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan zeigt Verständnis für die Forderung, in deutschen Moscheen die Predigten in deutscher Sprache abzuhalten. Dies könne „sinnvoll sein“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“. „In den Fällen, in denen eine Mehrheit der Zuhörer nur Türkisch versteht, macht es jedoch keinen Sinn, auf Deutsch zu predigen“, schränkte Erdogan ein. Er verwahrte sich aber dagegen, Muslimen vorzuschreiben, wie sie zu leben hätten. „ Toleranz bedeutet, den anderen so zu akzeptieren, wie er ist – mit seiner Religion und seinen Überzeugungen.“ Als Deutschland begonnen habe, türkische Gastarbeiter aufzunehmen, habe man „doch gewusst, dass es sich dabei um Muslime handelt“. Außerdem kritisierte Erdogan Diskussionen, ob Muslime und Christen überhaupt zusammenleben könnten.ddp

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