Politik : Mann mit 180 falschen Pässen festgenommen

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Bangkok Die thailändischen Behörden haben einen im Zusammenhang mit den Bombenanschlägen vom 7. Juli in London gesuchten Algerier in Bangkok festgenommen. Dem 33-Jährigen wird vorgeworfen, den Terroristen falsche Pässe besorgt zu haben, wie die englischsprachige Zeitung „The Nation“ am Samstag unter Berufung auf die thailändische Einwanderungsbehörde meldete. Der Mann habe bei seiner Festnahme 180 falsche französische und spanische Pässe bei sich gehabt, hieß es weiter.

Wenn sich eine Verbindung des Algeriers mit den Anschlägen in London bestätigen sollte und Großbritannien seine Auslieferung wünsche, werde Thailand ihn überstellen, sagte ein Sprecher der Einwanderungsbehörde. Zunächst sitze der 33-Jährige aber wegen des Besitzes gefälschter Dokumente in Untersuchungshaft in Thailand.

Der Algerier war bereits am Mittwoch in einem Vergnügungsviertel der thailändischen Hauptstadt gefasst worden. Die Polizei hatte einen Hinweis auf den 33-Jährigen erhalten, nachdem unlängst an Bangkoks internationalem Flughafen mehrere Verdächtige festgenommen worden waren, die hunderte falscher Pässe europäischer Länder bei sich hatten.

Bei den Selbstmordanschlägen am 7. Juli in London starben 52 Menschen. Mehr als 700 weitere wurden verletzt. Eine zweite Bombenserie am 21. Juli, welche die erste kopieren sollte, schlug fehl. dpa

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