Politik : Mann mit guten Nerven

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Viel zu lachen haben die Regierenden in Bayern momentan nicht. Der Widerstand gegen den Sparkurs und die Reformen ist beachtlich. Als Buhmann haben sich Bevölkerung und Medien aber nicht etwa den Ministerpräsidenten ausgeguckt, sondern dessen Superminister und Staatskanzleichef Erwin Huber, dem eben noch die besten Chancen nachgesagt worden waren, in zwei bis zwanzig Jahren Stoibers Nachfolger zu werden.

Doch trotz gewendeter persönlicher Konjunktur lässt sich Huber nicht verdrießen. Die enorme Arbeitslast der Aufgaben, gemehrt durch den eigentümlichen Arbeitsstil seines Chefs, rauben Kraft, gewiss auch Nerven. Auf jeden Fall fressen sie erbarmungslos viel Zeit. Doch nie die ganze Lebensfreude, die in Bayern, mehr als andernorts, tief verwurzelt ist. So kam es vor einigen Tagen zu einem denkwürdigen Gipfel in Niederbayern, zum dem die „Passauer Neue Presse“ eingeladen hatte. Charles M. Huber, dunkelhäutig und früher im ZDF Assistent des „Alten“, stellte seine Memoiren vor, attachiert von Django Asyl, einer gleichfalls in Niederbayern groß gewordenen Kabarettgröße, und Erwin Huber. Ein großer Spaß! Denn: „Da waren Schwarze unter sich.“ psi

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