Mark Zuckerberg : Ein Multimilliardär wird geboren

Viele Investoren sind schon im Silicon Valley reich geworden, für andere platzten die Träume. Viel Geld wird auch beim Börsengang von Facebook fließen. Wer profitiert am meisten davon?

Mark Zuckerberg Foto: Reuters
Mark ZuckerbergFoto: Reuters

Gewinn und persönlicher Reichtum war nie das Grundmotiv für das Handeln des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg. Noch heute absolviert er wichtige Termine in T-Shirt und Turnschuhen. Nun aber wird der Börsengang seines Unternehmens den 27-Jährigen zum Multimilliardär machen. Zwar soll sein Gehalt laut Börsenpapieren ab 2013 effektiv nur noch bei einem Dollar jährlich liegen. Mit dem Verzicht folgt Zuckerberg, der im vergangenen Jahr knapp 1,5 Millionen Dollar verdiente, dem Vorbild des verstorbenen Apple-Gründers Steve Jobs. Doch Zuckerbergs Anteil an Facebook von 28 Prozent würde ihn auf Platz vier der Rangliste der reichsten Amerikaner heben – bei einer Bewertung des Konzerns von 100 Milliarden Dollar läge sein Vermögen bei 28 Milliarden. Nach der „Forbes“-Liste sind dann nur Microsoft-Gründer Bill Gates, der legendäre Investor Warren Buffett und Oracle-Chef Larry Ellison wohlhabender als Zuckerberg.

Doch auch andere profitieren kräftig vom Facebook-Börsengang. Jim Breyer und seine Risikokapitalfirma Accel Partners besitzen zusammen etwa elf Prozent der Facebook-Anteile, die nun etwa 11,4 Milliarden Dollar wert sein dürften. Weitere wichtige Eigner sind die russische Gesellschaft DST Global mit sieben Prozent, Goldman Sachs mit 3,5 Prozent, der Investor Peter Thiel mit zwei Prozent und die Firma T. Rowe Price mit einem Prozent. Der Internetpionier Marc Andreessen und seine Beteiligungsfirma Andreessen Horowitz besitzen einen kleinen Teil von Facebook. Die Rendite der Eigner hängt davon ab, wann sie die Anteile kauften. Investor Thiel dürfte prozentual den größten Gewinn gemacht haben: Er stieg schon im Jahr 2004 ein.

Facebook-Mitbegründer Dustin Moskovitz besitzt etwa sieben Prozent des Unternehmens. Ein weiterer Mitbegründer, Eduardo Saverin, hielt früher einen geschätzten Anteil von fünf Prozent, taucht aber in der Liste der wichtigsten Aktionäre nicht mehr auf. Saverin hat wohl einen großen Teil seiner Aktien verkauft.

Auch für viele der 3200 Facebook-Angestellten dürfte sich der Börsengang auszahlen, weil ihre Arbeit auch mit Aktienoptionen vergütet wird. So verdiente Geschäftsführerin Sheryl Sandberg 2011 deutlich mehr als Zuckerberg. Der allergrößte Teil ihres Einkommens von 30,9 Millionen Dollar wurde in Aktien ausgezahlt. Aus dem Antrag für den Börsengang geht hervor, dass auch Verwandte von wichtigen Facebook-Managern großzügig mit Aktien bedacht wurden. So unterstützte Zuckerbergs Vater Edward die noch junge Firma mit Geld und bekam eine Option zum Kauf von zwei Millionen Aktien. Die Frist zur Ausübung ließ er aber verstreichen. Im Dezember 2009 erhielt Edward Zuckerberg aber dann zwei Millionen Facebook-Anteilsscheine. Tsp/rtr/dpa/AFP

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