Massen-DNA-Test : Rund 1780 Speichelproben genommen

Die Polizei in Dresden hat zum Auftakt des bislang größten Massen-Gentests bereits rund 1780 Speichelproben erhalten; nur fünf Männer verweigerten sich.

Dresden - Zum Start des bislang größten Massen-Gentests in der deutschen Kriminalgeschichte hat die Polizei in Sachsen am Wochenende die ersten 1784 DNA-Proben entnommen. Wie das Landeskriminalamt (LKA) und die Staatsanwaltschaft in Dresden mitteilten, folgten bisher insgesamt 1944 Männer aus der Region Coswig der Aufforderung zum Reihentest. Lediglich fünf Männer verweigerten die DNA-Probe vor Ort. Insgesamt wurden rund 1780 DNA-Proben erhoben. Bei mehreren Dutzend Personen wurde auf eine Speichelprobe verzichtet, weil sie nicht den Kriterien bei Körpergröße oder Alter des gesuchten Verdächtigen entsprachen.

Die Ermittler wollen mit dem Massen-Gentest einem Täter auf die Spur kommen, der im September 2005 ein neunjähriges Mädchen vergewaltigt und im Januar eine Elfjährige sexuell missbraucht hatte.

Insgesamt sollen in Dresden und umliegenden Gemeinden in den kommenden Monaten mindestens 80.000 Speichelproben von Männern zwischen 25 und 45 Jahren gesammelt werden. Der Reihentest wird am nächsten Wochenende im Dresdner Stadteil Klotzsche fortgesetzt. (tso/AFP)

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