Politik : Maul- und Klauenseuche: Fischler gegen Massenschlachtung

Massenschlachtungen wie bei Rindern wird es bei Schweinen und Schafen wegen der Maul- und Klauenseuche (MKS) nicht geben. Das versicherte EU-Agrarkommissar Franz Fischler in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Fischler schloss nicht aus, dass noch größere Bestände von Klauentieren getötet werden müssten, falls sich die Seuche weiter ausbreite. Das wären dann aber reine Quarantänemaßnahmen. Schlachtprogramme zur Stabilierung des Marktes wie beim Rinderwahn seien indessen nicht notwendig. Ein wirtschaftliches Risiko besteht dem EU-Kommissar zufolge eventuell für den Schweinefleischmarkt, "aber Gott sei Dank sind Schinken und ähnliche Dinge lagerfähig". Der MKS-Verdacht in der Schweinezuchtanlage Niederzimmern bei Weimar konnte am Samstagabend ausgeräumt werden, wie das thüringische Innenministerium mitteilte. Auch die letzte virologische Nachuntersuchung von Proben seitens der Tübinger Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere fiel demnach negativ aus. Damit brauchen die rund 9000 Schweine des Betriebs nicht getötet zu werden. Die Sperren, die die Polizei vorsorglich an den sechs Zufahrtsstraßen zu der Ortschaft eingerichtet hatte, wurden aufgehoben.

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