Politik : Maul- und Klauenseuche: Sperrzone

Sollte sich der Verdacht auf MKS bestätigen, hätte dies einen Großalarm bei den Behörden zur Folge. Der betroffene Betrieb wird in solchen Fällen hermetisch abgeriegelt, weder Tiere noch Menschen dürfen heraus oder herein. "Sogar der Tierarzt, der den Verdacht meldet, müsste vorerst auf dem Hof bleiben - notfalls tagelang bis die Testergebnisse vorliegen", berichtet die Veterinärin Katja Lohmann-Müller, eine Expertin vom Bundesverband praktischer Tierärzte.

Weiter sehen die Notfallpläne der Bundesländer und Landkreise vor, dass nicht nur alle Tiere in dem Betrieb, sondern auch in seinen Kontaktbetrieben getötet werden. Ihre Kadaver werden in Tierkörperbeseitigungsanstalten abtransportiert. Dazu müssen die Lastwagen von außen und innen gründlich gereinigt und desinfiziert werden, damit der hoch ansteckende Virus nicht aus dem Sperrbezirk gelangen kann. Nach den Tötungen wird der Hof gründlich gereinigt und desinfiziert. Die Gülle kann gelagert werden, bis der Erreger von selbst abstirbt.

Die Größe der Sperrbezirke wird den regionalen Gegebenheiten und der Dichte der Viehbestände angepasst und nach dem Ermessen der Behörde festgelegt. So können größere Waldstücke oder Flüsse natürliche Hindernisse für die Übertragung des Erregers durch die Luft bilden. Die Größe der Sperrzonen kann zwischen drei und zehn Kilometern Durchmesser schwanken. Der Kontakt mit den infizierten Tieren ist für Veterinäre nur in Schutzkleidung erlaubt.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben