Politik : Maul- und Klauenseuche: Teure Seuche

Die Maul- und Klauenseuche wird für die Europäische Union teuer. Beim informellen Treffen der Landwirtschaftsminister im schwedischen Östersund legte der EU-Verbraucherkommissar David Byrne eine erste Schätzung über die Kosten vor. "Die jetzigen Ausbrüche belasten den EU-Haushalt bislang mit 250 Millionen Euro (rund 500 Millionen Mark), und die Summe steigt weiter", sagte Byrne.

Doch nach einer flächendeckenden Impfung würde der Export auf lange Sicht zusammenbrechen, weil die wichtigsten Einfuhrländer nur Tiere aus Produzentenstaaten über ihre Grenze lassen, die den internationalen Status "MKS-frei" haben. Bei Impfungen gehe dieser Status aber verloren, so Byrne.

Nach Angaben des Statistischem Bundesamtes haben deutsche Produzenten im vergangenen Jahr 831 000 Tonnen Fleisch von Klauentieren im Wert von 3,2 Milliarden Mark exportiert. Darüber hinaus wurden für 699 Millionen Mark rund 1,8 Millionen lebende Rinder, Schafe, Schweine und Ziegen ausgeführt. Der größte Teil dieser Exporte ging in andere EU-Länder.

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