Politik : Maul- und Klauenseuche: Verdacht nicht bestätigt

Der erste Verdacht auf Maul- und Klauenseuche (MKS) in Baden-Württemberg hat sich zunächst nicht bestätigt. Ein Sprecher des Stuttgarter Landwirtschaftsministeriums sagte am Dienstag, vorläufige Testergebnisse der Bundesforschungsanstalt für Viruserkrankungen in Tübingen seien negativ gewesen. "Man kann aber noch nicht von Entwarnung reden." Am Montag war in einem Schweinemastbetrieb in Berghülen bei Ulm der Verdacht auf MKS festgestellt worden. Der Sprecher sagte, die endgültigen Testergebnisse würden erst in den nächsten Tagen vorliegen.

Der Veterinärausschuss der Europäischen Union wird am Mittwoch über den Antrag auf eine Massenimpfung gegen die Maul- und Klauenseuche in Nordrhein-Westfalen beraten. Für eine Genehmigung ist eine Mehrheit der Ausschussmitglieder erforderlich. Für Großbritannien und die Niederlande, die bereits von MKS betroffen sind, wurden vorsorgliche Impfungen bereits genehmigt. Nach den nordrhein-westfälischen Plänen sollen Rinder, Ziegen, Schafe und Schweine geimpft werden. Außerdem sollen Zootiere Impfschutz erhalten. Die geimpften Tiere sollen mit einer besonderen Marke gekennzeichnet werden. Ihr Fleisch soll nicht vernichtet, sondern verwertet werden.

In Rheinland-Pfalz soll erstmals nach einem BSE-Fall nicht die gesamte Rinderherde getötet werden. Diese Kohortenlösung werde in Absprache mit dem Bundesministerium für Verbraucherschutz angewandt, sagte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Klaudia Martini. Bei der Kohortenlösung werden nur die Altersgenossen des kranken Tieres sowie seine direkten Verwandten getötet. In Hessen gibt es zudem einen neuen BSE-Verdachtsfall. Seit dem vergangenen November sind in Deutschland 51 Fälle von Rinderwahn entdeckt worden.

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