Politik : Maurer: Linke hat im Westen Zulauf

Berlin - Die Linke hat seit ihrer Fusion im vergangenen Jahr fast zehntausend neue Mitglieder gewonnen – die meisten davon im Westen. Am erfolgreichsten sei die Partei dort derzeit bei Männern zwischen 40 und 50 Jahren, sagte der Beauftragte für den Aufbau der Partei im Westen, Ulrich Maurer. Ein „Leck“ habe die Partei bei 18- bis 24-Jährigen. Das Durchschnittsalter der Parteimitglieder liege weiter über 60 Jahre. Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch sagte, 2007 habe die Partei bei der Mitgliederzahl erstmals wieder zugelegt. Die Linke hatte nach seinen Angaben zum Jahresende rund 72 000 Mitglieder (2006: 69 300). Nach SPD und Union ist sie drittstärkste politische Kraft im Bund.

Die meisten Mitglieder verloren habe die Partei durch Todesfälle, vergleichsweise wenige durch Austritte aus Protest gegen die Fusion von Linkspartei und WASG. Die Erfolge bei den Landtagswahlen im Januar und Februar hätten der Linken einen weiteren Schub gebracht, erklärte Bartsch. Im ersten Quartal hätten allein in der Parteizentrale in Berlin 1850 Menschen ihren Eintritt gemeldet. Im Westen habe die Partei nun rund 21 000 Mitglieder. Vor der Fusion hätten beide Parteien zusammen in den alten Ländern rund 17 000 Mitglieder (WASG 12 000, Linkspartei 5000 Mitglieder) gehabt, sagte Bartsch. Von den 7570 Neueintritten im vergangenen Jahr weist die Statistik der Partei 6381 im Westen aus. Den größten Zuwachs habe der Landesverband Nordrhein-Westfalen gehabt. dpa

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