Politik : Mazedonien: Bundeswehr verlegt Verbände ins Kosovo

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Die Bundeswehr verlegt einen wesentlichen Teil ihres in Mazedonien stationierten Kontingents ins Kosovo. Dies entspreche der langfristigen Planung, sagte ein Ministeriumssprecher dem Tagesspiegel. Seit den Angriffen albanischer Rebellen im März auf eine nahe Tetovo von deutschen und mazedonischen Soldaten genutzte Kaserne sei geplant gewesen, die logistischen Anteile auf ein Minimum zu reduzieren und zur Unterstützung der internationalen Kfor-Friedenstruppe ins Kosovo zu verlegen. Zahlen wollte er nicht nennen. Die Bundeswehr hat seit der Flüchtlingskrise während des Kosovo-Konflikts 1999 Einheiten in Mazedonien stehen. Nach der Nato-Intervention gegen Jugoslawien zog die internationale Gemeinschaft ihre Verbände zur Friedenssicherung im Kosovo zusammen. Die Bundeswehr hat 5000 Soldaten für Kfor und weniger als 2000 für Sfor in Bosnien im Einsatz. Der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Paul Breuer, forderte in der "Bild am Sonntag" die Verkürzung der Balkan-Einsatzdauer von sechs auf vier Monate.

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